Liebe Leserinnen und Leser,
verehrte Damen und Herren, die Sie uns wieder gut aufgenommen haben,

ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns; die Wiederbegründung des Verlages ist geglückt. Es war anstrengend und schön zugleich, bitter und süß, und es hat auch Geld gekostet und manches Geld davon war geborgt und diesen Vorgang nennt man auch Schulden. Für uns ein willkommener Anlass, eine wunderbare Schrift des hoch geschätzten Honoré de Balzac wiederzuentdecken, nämlich Die Kunst, seine Schulden zu zahlen „und seine Gläubiger zu befriedigen, ohne auch nur einen Sou selbst aus der Tasche zu nehmen“, wie das Werk im vollen Wortlaut heißt. Nun, diese Kunst wollen wir doch eigentlich alle erlernen. Also ein Muss für jeden Haushalt.

Wir wollen fortfahren, schöne und bedeutende Texte wieder zu entdecken, ihnen Illustrationen hervorragender Künstler beizugeben und manches Verrückte und Abseitige zu zelebrieren wie etwa Das kleinste Buch der Welt. Denn wir sind uns einig im Verlag und mit vielen Lesern: nur das Besondere kann auffällig werden in der Masse des Durchschnittlichen und Belanglosen. Wenn schon, wie uns die neuesten Statistiken alarmieren, in Deutschland weniger gelesen wird und entsprechend auch weniger Bücher gekauft werden, sollten es wenigstens gute Bücher mit anregenden Texten, ungewöhnliche Bücher in originären Formen und in besonderer Ausstattung sein.
Und dafür steht Faber & Faber - und fällt nur dann um, wenn uns nix mehr einfallen sollte.

Ich wünsche Ihnen und uns ein aufregendes 2020.

Michael Faber